Dausend Dode Drolle, 2010
Christoph Bauer
Katharina Kubisch
3-4 Familienspieler
http://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/23793
Ein Kartenspiel auf der Scoutliste, wie schön. Wir haben schon genug schöne Kartenspiele gespielt, so dass wir auch immer wieder welche auspacken wollen. Sie sind günstig und meist schnell gespielt. Also haben wir uns das mal blind besorgt.
Das Schöne ist immer, wenn nach dem Studium der Regeln man ein gutes Gefühl hat. Das Spiel klingt spannend. So muss es wohl auch den meisten gegangen sein, als sie es in Essen bewertet haben. Kurz angespielt oder schlimmer noch nur bei der Regelerklärung dabei gewesen. Es kam zum so genannten Mississippi-Queen-Effekt. Ein Spiel mit einem Supereindruck nach dem Lesen der Regeln, und einem Naja-was-habt-ihr-noch-Eindruck schon nach dem Spiel.
Die Spieler kämpfen hier per Versteigerung um Karten, welche einem Stimmen für eine Papstwahl geben. Nach dem Auslegen der Karten wird um diese geboten. Eine davon ist schon fast der Trostpreis, weil es nur der Startspieler ist, mit einem Nachschub an Steinen zum bieten.
Das Schlimme ist, dass die Spieler immer was abbekommen. Das mag tatsächlich für ein Familienspiel richtig was hergeben, glaube ich aber nicht. Es gibt nicht wirklich einen Kampf. Oft ist es einem egal, welche der drei anderen Karten man erhält, weil jede einen Punkt wert ist. Und die die es nicht sind, sichern einem später einen direkten Punkt, oder besser noch, man kann beim Gegner einen Punkt klauen.
Es ist also schon fast egal was man nimmt. Und das macht das Spiel so beliebig. Zu dritt ist es noch schlimmer, weil nicht mal der Startspieler genommen werden muss. Jede der anderen Karten ist gut, egal welche.
Die neue Fairplay schreibt: “Wer mal wieder etwas Nervenkitzel versteigern erleben möchte ohne übermäßig rechnen zu müssen.” Für mich nicht nachvollziehbar. Nicht nur kein Rechnen, sondern auch kein Nervenkitzel.

|
Dir ist der Artikel was wert?
|