hachen darkpact
Das Ende vom Kunden

Ich hatte dieses Wochenende wieder ein Turnier das ich veranstaltete. Es war direkt für die Spieler und der direkte Kontakt war noch etwas über dem, was ich an Kontakt über e-mail und facebook und twitter bieten muss. Aber man ist in Kontakt. Und der Endkunde lässt mich spüren, dass meine Arbeit nicht umsonst ist, und mein Chef merkt es auch in seinem Umsatz. Alle sind glücklich.

Viele Firmen haben andere Sicht darauf. Mir wurde von meiner Chefin bei meiner letzten Firma erklärt, dass die Großhändler, welche die Waren von uns kaufen unsere Kunden sind. Nicht die Endkunden und auch nicht die Händler, die die Waren verkaufen. Die Bedürfnisse der Endkunden  wurden völlig missachtet genauso wie das eingestehen, dass die welche haben könnten. Der Konsument wird wirklich als ein williges Tier betrachtet, der eh alles kauft, was ihm mit Werbung beschossen wird, dessen Effektivität ich och oft bezweifele.

Es ist richtig, dass man dem Händler gefallen will, der soll schließlich auch das nächste Produkt bei einem kaufen und an den Konsumenten bringen. Aber wird er das nicht tun, wenn der Konsument nach dem Produkt schreit? Wenn man das heiße Produkt hat, dass jeder haben will, dann kommen doch die Händler von ganz alleine. Händler und Großhändler sollen auch gehegt werden, aber die Nöte der Kunden sollten nicht vergessen werden. 

Es gibt nun mal auch ganz große Unterschiede in den Nöten von Kunden, Händlern und Großhändlern. Die Großhändler wollen gute Margen, die Händler wollen POS/POP Material. Die Kunden wollen Beratung und Pflege. Es gibt Großhändler die sind nur noch zu Boxenschiebern geworden, mit der Ansicht mehr Produkt zu bewegen sei besser als den nötigen Schnitt zu machen. Schließlich würde über die Masse auch das Geld reinkommen. Ob das gut für den Markt ist, ist dem Großhändler dabei egal.

Auch Händler sind oft nur noch mit dem Umsatz pro Kassenbon beschäftigt und das die Verkaufsmenge zur Warenfläche passt. Der Kunde ist dabei oft ein nötiges Übel und soll sich gar nicht allzu wohl fühlen. Bloß keine Beratung liefern, weil das ja Geld kostet, in sein Personal zu investieren. Der Gewinn am Kunden ist halt nicht mit betriebswirtschaftlichen Größen zu messen und wird daher lieber weggelassen. Bis der Kunden dann ganz in Vergessenheit gerät, weil zum Beispiel ab Februar nur noch Sommerkollektion gekauft werden kann.

Der Kunde spürt das und sagt sich, wozu bei dem Händler kaufen, wenn der nicht besser ist als der Internetladen und die, die noch Leistung bieten haben Probleme sich davon auszugrenzen. Vor allem weil die Mentalität auch auf die Kunden übergegangen ist, welche wegen 10 Cent feilschen und den einen Händler ausnutzen um beim anderen zu kaufen.

Für mich macht das macht auch den Reiz von Essen aus. Die kleinen Verlage sind direkt im Kontakt mit ihren Kunden. Keine Zwischenstationen und unmittelbare Informationen über das Produkt. Das ist auch der Bereich der in meinen Augen am meisten gewachsen ist im letzten Oktober. Hoffen wir, dass es genau da auch voran geht. Auch für den Kunden. Denn die meisten dort sind bereit Geld auszugeben. Aber es muss ein Mehrwert zum Produkt da sein.

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