hachen darkpact
Der As D’Or 2012 und der Zeitpunkt des Jahres

Nachdem ich mich letztes Jahr etwas über den Preis geärgert habe, bin ich über die Liste der Nominierten dieses Jahr deutlich erfreuter. Heute wurden die Nominierten 2012 bekanntgegeben.

Die offizielle Meldung findet ihr auf der Seite des Veranstalters: http://newsletter.palaisdesfestivals.com/spip.php?rubrique99

Eine List der Namen auf Deutsch findet ihr bei TricTrac: http://de.trictrac.net/news-in-frankreich-nominiert.php

Mag ich die Liste? Kenne ich die Spiele überhaupt? Der As D’Or will ja irgendwie auch alles abdecken und so wird es vermutlich wieder drei Preisträger bei diesen 12 Spielen geben. Ich finde drei nominierte Kinderspiele, eines davon wird es schon werden. Ich sehe vier Vielspielerspiele und einer davon wird schon die Sonderauszeichnung erhalten. Aber wer von den verbliebenen fünf soll den Hauptpreis bekommen? Eigentlich ist es einfach für mich, ich kenne King of Tokyo am Besten und basierend auf den Preisträgern der letzten drei Jahre passt das Spiel wunderbar in das Schema des Preises. Auf der anderen Seite hoffe ich, dass die Verlage nicht zu sehr die Meldung bekommen, nur diese Art von Spiele zu produzieren, sonst sehen bald alle Neuheiten dort gleich aus, und der Preis wird unwichtiger.

Insgesamt ist die Liste aber weder besonders Geschichtsträchtig, noch ein völliger Fehlgriff. Alle Spiele auf der Liste die ich kenne sind gut und da vertraue ich, dass es die anderen auch sind. Somit ist eine Empfehlung über die Liste neue Spiele kennenzulernen schon mal ein Erfolg zu melden. Das oft zitierte fehlende Highlight der letzten Spiel in Essen schwingt natürlich auch nach und so ist kein Spiel dabei, welches die besten Chancen hat. Umso spannender für die Nominierten und umso beliebiger für den Preisträger. Wie so oft macht die Liste mehr als es am Ende der Sieger alleine könnte. Das spricht auch für einen soliden Jahrgang.

Interessanterweise führt die Vergabe des Preises so früh im Jahr zu einem anderen Blickwinkel auf einen Jahrgang. Während in Deutschland schon lange Essen und das darauf folgende Nürnberg zu einem Jahrgang gehören, weil beim nächsten Essen gerade alle Preisträger bekannt sind, scheint die Vergabe des Preises im Februar zu einem Rückblick auf den letzten kalendarischen Jahrgang zu führen.

Natürlich sind Ausnahmen wie letztes Jahr wo ein Spiel mit seinem Erscheinen schon geehrt wurde, eher verwirrend, weil der Preis damit wieder kein Rückblick ist. Aber solch eine Aktion bleibt uns dieses Jahr ja erspart.

Die Jury in Deutschland hat ja den Kinderspielpreis sinnvollerweise vorgezogen um volle 7 Wochen im Vergleich zum Vorjahr, während die anderen beiden Preise nur um zwei Wochen nach hinten gerückt sind. Dies hat vor allem mit den nötigen Kapazitäten für das Weihnachtsgeschäft zu tun. Gerade auf Grund der Masse welche in Essen erscheint sind die Produktionsstätten für diesen Zeitraum immer voller und viele Verlage schaffen es nicht mehr rechtzeitig zu produzieren.

Wenn die Menge der Neuheiten weiterhin im selben Maß nach oben geht, könnte ich mir eine Verlagerung des deutschen Spiel des Jahres noch weiter nach vorne vorstellen, so dass am Ende auch bei uns das kalendarische Jahr herhalten wird. Aber davon sind wir noch etwas entfernt, wenn auch nur etwas.

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