Als ich mir vor einem Jahr mein erstes iPhone zulegt fand ich relativ schnell die Siedler von Catan im AppStore um diesem Spiel auch unterwegs zu frönen. Nur kurze Zeit später auch Einfach Genial und schnell noch ein paar mehr.
In der Zwischenzeit ist regelrecht eine Masse an Brettspielen umgesetzt worden sowohl für das iPhone als auch für das iPad, und daher werde ich mal einen Blick auf die bisherigen Erscheinungen werfen. Ich werde dabei die Spiele vor allem an Nützlichkeit betrachten, hinsichtlich ihrer verschiedenen Elemente und Schwerpunke.
Mein erster Blick gilt dabei Carcassonne. Und dies aus nur einem guten Grund. Es ist die beste Brettspielumsetzung für die mobilen iOs-Geräte. Es macht alles richtig und muss daher als Paradebeispiel für die perfekte Umsetzung herhalten. Ich finde keines der anderen reicht diesem Spiel das Wasser und alle müssen sich daran messen.
Das Original Carcassonne-Feeling kommt auf. Die Grafik ist hervorragend gemacht, und die Benutzerführung ist so schnell verstanden und eindringlich, das ich nicht wüsste wo hier noch was verbessert werden kann. Es ist sogar jederzeit noch einsehbar, welche Teile noch existieren.
Es ist zwar noch keine iPad-Version da, aber diese soll in das Programm mit reinkommen, so das nicht erneut zur Kasse gebeten wird. Entsprechendes wurde in Essen schon als Beta präsentiert. Das ist sehr gut. Andere Firmen sind der Meinung, nur für den Umstand, dass es weniger verpixelt ist, extra abkassieren zu wollen.
Die ganzen Erweiterungen sind noch nicht integriert, aber da diese angekündigt sind, als in-App-Käufe (wofür ich hier bereit bin zu zahlen), sehe ich da positiv in die Zukunft.
Was das Spiel aber vor allem auszeichnet sind seine vier Spielmodi. Als erstes wäre hier der Normale Modus lokal gegen die AI zu spielen, welche ehrlich gesagt sogar verdammt gut spielt, auf fünf verschiedenen Niveaus. Wer ihn noch nicht hat kann auch noch Frank als neuen Computergegener im App unter den News freischalten. Ebenfalls ist das lokale Spiel gegen echte Spieler möglich. Hier hat jeder im Umkreis sein eigenes kleines Gerät und Computergegner sind auch noch zuschaltbar
Der zweite Modus ist wundervoll. In einem Solospiel versucht man möglichst kompakt Städte und Straßen in aufsteigender Größe, bzw. Länge zu bauen. Da jedes Solospiel einen Namen hat und bei gleichem Namen die Plättchen immer in der gleichen Reihenfolge kommen, kann hier der Optimierer voll aufgehen und versuchen, das Ergebniss immer wieder zu verbessern. Per E-Mail kann man gegenseitig angeben und so besser als seine Freunde agieren.
Im dritten Modus spiele ich gegen zufällig ermittelte Fremde unter Zeitdruck. Jeder hat nur eine begrenzte Zeit um seinen Zug zu machen. Leider erscheint mir dieser Modus als der schwächste, aber nur weil er mir nicht zusagt, heißt, das nicht, dass es das Programm schlechter macht. Nein andere Möglichkeiten anzubieten ist immer gut.
Der vierte Modus ist schließlich die Königsdisziplin. Die Spieler können zugbasiert gegeneinander spielen. Einladungen werden verschickt, Die Spieler machen nacheinander ihren Zug, und wenn ich dran bin, erhalte ich eine kleine Push-Meldung mit einer freundlichen Stimme. Du bist dran. Wenn ich dann ins Programm gehe, bekomme ich erst mal angezeigt, was meine Mitspieler gemacht haben und kann dann meinen Zug ausführen.
Also richtiges Brettspielen mit echten Menschen ohne aufbauen und wegräumen, oder einem verlorenen Plättchen.
Natürlich gibt es Verbesserungswünsche. Manchmal ist einem nicht klar auf, das ich auf Pause drücken muss, um wieder ins Menu zu kommen, aber das sind eher triviale Kleinigkeiten, verglichen zu dem was geleistet wurde um das Spiel mit voller Freude spielen zu können. Von der Umsetzung definitiv das beste Spiel.
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