hachen darkpact
7 Wonders

Repos Production, 2010
Antoine Bauza
Miguel Coimbra
3-7 Vielspieler
http://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/23766

Die Scoutliste der Fairplay, ist jedes Jahr stark frequentiert von den Vielspielern. Da gehen Spiele nach oben und wieder nach unten. Ein bisschen ist die Liste bis zum Ende sehr unsicher, weil halt auch die Vielspieler sich unterschieden. Wenn ein Spiel also auf der Liste lange bleibt und am Ende oben ist, dazu noch von über 100 Leuten bewertet, dann ist das erst mal ein sehr positiver Indikator.

Leider war es mir nicht möglich das Spiel auf der Messe zu testen, da die Tische schon eine Stunde vor Öffnung der Messetore voll waren und bis zum Ende sich für mich nie eine Möglichkeit auftat. Also Blindkauf im Vertrauen auf das Urteil vieler anderer.

Und ich habe es nicht bereut. Wenn ich bedenke wie voll die zwei(!) Tische immer waren, ist mir aber klar warum trotzdem so viele Stimmen zusammengekommen sind. Erstens ist das Spiel schnell. Es geht in locker 30 Minuten. Und das mit Aufbauen und Abrechnen. Um also die nötige Zahl Spiele zu spielen, die ich mir vornehme um ein Spiel beurteilen zu wollen, war das bei diesem Spiel locker schnell schaffbar.

Zweitens geht es mit bis zu sieben Spielern, etwas was selten genug ist, dass es doppelt unterstrichen gehört. Noch dazu ist es mit jeder Spielerzahl gut. Die Spielerzahl hat wenig Einfluss auf die eigene Spielweise und hindert auch nicht daran das Spiel mit jedem am Tisch zu genießen. Selbst die Spieldauer ist von diesem Fakt unberührt, da alle Spieler geleichzeitig agieren.

Diese 30 Minuten sind aber gefüllt von viel Intensität und Spannung. Dies fällt immer erst auf, wenn die Partie schon wieder vorbei ist. Es wird gerechnet, es wird geschaut, was haben die anderen gebaut, was kann noch in den Händen sein, wo stehen die meisten Spieler und vor allem, um es einfach genug zu halten, was machen meiner linker und mein rechter Nachbar, weil denen kann ich Rohstoffe zum Bauen abkaufen.

Und es gibt viele Strategien. Ich habe noch nicht alle ausloten können in den wenigen (30+) Spielen, aber keine Strategie ist ein Garant auf den Sieg. So kann man gewinnen indem man sich auf blaue Karten konzentriert, oder auf Grüne. Und bei Grünen kann man sich mit der Tiefe oder Breite begnügen. Auch ein Vorsprung in Schildern kann hilfreich sein, oder viele Einnahmen bei Nachbarn durch Rohstoffe.

Aber wichtig ist, sich nicht nur auf einen Bereich zu verlassen, sondern von mehreren Bereichen was abzubekommen. Mit vielen Punkten in einem Bereich können fehlende Felder ausgeglichen werden, oder mit Genug von jedem kann auch ein dickes Polster abfallen, um einen normalen Spielstand zu setzen. Auch können eventuelle Sonderfähigkeiten der Weltwunder helfen einen Plan zu haben. Wer die Möglichkeit jede Runde sieben statt sechs Karten zu spielen, der kann sich damit schon einen Vorteil erarbeiten.

Neben all diesen Vorteilen, gibt leider auch etwas Negatives. Die Kartenqualität ist nicht dem Spiel gerecht. Wir reden hier von einem Belgischen Verlag, der Heimat von Carta Mundi, und die Karten fühlen sich schon nach einem Abend nicht mehr gut an. Bisher haben die Karten noch nicht schwer gelitten, aber sie hinterlassen das Gefühl es könnte besser sein. So wie bei Dominion, auch die Kartenqualität in meinen Augen nicht gut genug ist. Zentrales Spielmaterial sollte immer in bester Qualität drin sein.

Also an sich der perfekte Kandidat für das Spiel des Jahres, wenn es der Jury nicht zu anspruchsvoll sein wird. Und jeder, der nicht zu den 777 Vorbestellern der Limited Edition gehörte, kann das achte Weltwunder (was als einziges Extra beilag)von der offiziellen Seite runterladen (http://www.rprod.com/de/7W-rules.html).

Daumen Hoch Daumen Hoch

Dir ist der Artikel was wert?