hachen darkpact
Merkator

Uwe Rosenberg
Klemens Franz
Lookout Games, 2010
1-4 Vielspieler
http://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/23913

Nachdem ich von manchen schon gehört habe, dass dieser Rosenberg noch schlechter sein soll als Vor den Toren von Loyang, habe ich Befürchtungen bekommen. Loyang ist in meinen Augen ein wirklich langweiliges Spiel, welches es nicht geschafft hat mich zu fesseln. Zum Glück sind diese Befürchtungen nicht wahr geworden und ich hatte ordentlich Spaß.

In dem Spiel geht es um das Sammeln von Rohstoffen, das Erfüllen von Verträgen und die Umsetzung des Geldes in Extra-Siegpunkte. Das eine wichtige Element sind die Verträge. Für das Erfüllen eines Auftrags bekommt man einen neuen der mehr Wert ist, ohne den alten abgegeben zu müssen. Auf diese Weise vermehren sich die Verträge, welche gute Optionen bieten. Nun darf aber kein Spieler mehr als fünf Aufträge haben, was zu einem Verkaufszwang von den weniger wertigen Aufträgen führt, oder denen die fast unschaffbar sind. So ist ein hochhangeln und der Aufbau von Ansehen sehr gut vorstellbar. Es wirkt thematisch.

Der andere Mechanismus ist das Geld, welches sich nicht in zu großer Menge vor einem aufhalten soll, weil wir anscheinend nicht mal unseren Mitarbeitern trauen oder die Banken noch nicht erfunden werden durften. Und so muss es investiert werden in andere Karten, welche zusätzliche Siegpunkte versprechen. Und so fügt es sich, dass die Spieler sehr schnell ganz blind ihre Verträge aufwerten, die Alten abstoßen und dann schließlich das überschüssige Geld in Siegpunkte investieren.

Und da kommt auch schon der eine Kritikpunkt zu dem Spiel. Die Siegpunktkarten sind alle schlecht. Naja schlecht ist verhältnismäßig, aber sie fühlen sich alle so schlecht an. Etliche sind in keiner Weise abschätzbar, ob sie am Ende Siegpunkte bringen und manche sind vom Kostenverhältnis her einfach besser als andere. Da die Auslage nur vier Karten groß ist sind meist alle vier Karten so schlecht, dass man lieber das Geld behalten will als es zu versenken. Leider erlaubt einem das Spiel diese Konstellation nicht.

Dieses Problem macht auch die Gezwungenheit der Regeln deutlich. Während der Rest des Spiels sich wunderbar fügt, ist das zwanghafte verschenken von Geld für Karten die vermutlich nichts bringen einfach zu mechanisch. Hier einfach nur die Karten attraktiver machen hätte schon geholfen. Es müssen nicht mehr Punkte sein, aber einfach Abschätzbarer ob es überhaupt ein paar Punkte bringt wäre schon toll gewesen.

Aber es ist auch das einzige Manko an diesem Spiel. Ansonsten sind die Regeln einfach und flüssig zu spielen. Alle anderen Elemente machen Spaß und zwar ausreichend viel, dass ich es immer wieder spielen werde. Wenig Regeln, schnelles abtauschen der Züge und verschiedene Strategiemöglichkeiten, welche aber flexibel genug sind, sich den Situationen der Mitspieler anzupassen sorgen bei mir für viel Spielspaß.

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