Ravensburger, 2006
Rüdiger Dorn
Walter Pepperle, Michael Menzel
2-4 Vielspieler
http://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/20154
Es gibt Autoren von denen mag ich eigentlich alles. Aber jeder leistet sich mal ein Spiel, wo der Kopf geschüttelt wird und man sich fragt, wie der Redakteur das durchlassen konnte oder warum der Verlag das so veröffentlichen will. Aber vieleicht liegt es auch daran, dass man den Kniff noch nicht erkannt hat.
Bei Rüdiger Dorn ist es dieses Baumeister-Spiel. Der Verlag und der Redakteur müssen eigentlich alles richtig gemacht haben, wenn das Spiel nominiert wird und beim Brettspielpreis auf Platz 6 landet. Unseren Geschmack hat das Spiel aber nicht getroffen.
Nach dem ersten Kennenlernspiel haben wir noch zwei weitere Runden hinterhergeworfen um einen gefestigteren Eindruck zu bekommen. Und das Spiel wurde immer trockener und zäher. Bei einem weiteren Versuch mit anderen Spielern kam nicht mal der Funke des Spaßes auf.
Und ich meine nicht mal das fummelige Material. Die kleinen Figuren, welche schwer zu greifen sind, oder die Papierfahnen, welche man sich vorne an den Sichtschirm heften kann und vermutlich nach ein paar Partien einreißen könnten. All das und noch mehr ist liebevoll gestaltet, aber umständlich nutzbares Material.
Nein, der Mechanismus ist einfach öde. Wir bauen Häuser an Häuser, wenn diese von Arbeitern umgeben sind, werden sie gewertet und die Siegel können zu bestimmten Zeiten eingetauscht werden und neue Arbeiter genommen werden.
Ich freue mich für Rüdiger Dorn, wenn dieses Spiel sich für ihn gelohnt hat, aber ich bevorzuge doch eindeutig seine anderen Highlights wie Goa, Louis XIV oder Jambo.

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