hachen darkpact
Ascension

Gary Games, 2010
Justin Gary
???
2-4 Familienspieler
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Wenn Dominion eines erreicht hat, dann ist es die Tatsache, dass es ein komplett neues Genre von Spielen geschaffen hat. Der Mechanismus war so neu, dass jeder sofort davon fasziniert war. Kein Wunder das es also bald noch mehr Spiele gibt, die das auf ihre Art und Weise auch einsetzen müssen.

Bei Ascension sind die Spieler dabei Siegpunkt in Form von Steinen zu Sammeln. Sie geben Runen aus um neue Karten zu kaufen, welche auch alle noch zusätzlich Siegpunkte wert sind und nutzen Kampfkraft um Monster anzugreifen welche auch Siegpunkte geben und meist noch einen zusätzlichen Effekt.

Natürlich ist ein Vergleich nicht nett, wenn es sich darauf runter bricht, aber auf Grund des immer noch sehr neuen Mechanismus und der doch sehr großen Ähnlichkeit der beiden Spiele bleibt dieser nicht aus. Ascension ist tatsächlich einfacher als Dominion. Die Möglichkeiten der Kombinationen und Vielfalt bei Dominion sind weit größer und die Strategien und Möglichkeiten während des Spiels erfordern viel mehr Planung und Überlegungen.

Ersteres ist dem Umstand geschuldet, dass bei Dominion nicht immer alle Karte gespielt werden und so ein immer anderes Spiel sich entwickelt. Die Kombinationen von Karten müssen jedes Mal neu entdeckt werden und die Möglichkeiten mit den inzwischen fast 90 Karten, von denen immer nur 10 gespielt werden, benötigen ewig um alle mal getestet zu sein.

Letzteres ergibt sich aus der Tatsache, dass bei Dominion alle Optionen immer für alle Spieler offen ausliegen und sich nur verringern, falls ein Stapel mal alle wird. Bei Ascension ist stattdessen die Kartenauslage immer anders, wird stetig mit neuen Karten aufgefüllt, und erzwingt mehr taktisches als strategisches Vorgehen.

Der letzte Punkt ist, dass die Interaktivität noch geringer ist. Schon bei Dominion gab es kritische Stimmen, dass jeder nur vor sich hin spielt, aber es gab doch einige Angriff- und Abwehr-Karten, welche dazu führten, dass Einfluss auf das Deck der Mitspieler genommen werden konnte. Bei Ascension reduziert sich dies auf ein noch größeres Minimum. Vieleicht mal eine Karte abwerfen lassen, oder ein Construct auf den Ablagestapel schieben. Das war es.

Der wichtigste Punkt aber ist: Bei Ascension spiele ich einfach alle Karten runter von meiner Hand. Die Entscheidung verringert sich auf den Kauf der richtigen Karte und das Erlegen des richtigen Monsters. Das macht das Spiel nicht weniger schön, mir hat es auch sehr viel Spaß gemacht, weil es den Kopf nicht anstrengt. Im Gegenteil, dadurch ist es das viel familienfreundlichere Spiel. Und das Thema spricht den Fantasy-Begeisterten auch mehr an. Nur auf Deutsch ist es leider noch nicht erhältlich.

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