hachen darkpact
Essen - Zeit und Geld

Zwei Dinge sind mir in Essen in einer Form aufgefallen wie ich sie in der Vergangenheit nie so bemerkt hatte. Das könnte vor allem daran liegen, dass ich in den letzten sechs Jahren an einem Verlagsstand gestanden habe und ein paar Meetings hatte. In der freien Zeit habe ich mich schlau gemacht was gut sein soll und dies einfach mal gekauft.

Dieses Jahr war ich privat vor Ort. Ich hatte mir vorgenommen möglichst viele Interessante Spiele zu testen in der Zeit die ich hatte. Wie ich es aber auch erwartet hatte war dies fast unmöglich. Die Stände bei den meisten Verlagen waren übervoll und selbst Platz auf dem Boden war zum Teil nicht zu ergattern. Gerade bei den kleineren Verlagen war gar keine Chance.

Mir geht es dabei aber gar nicht das gesamte Spiel zu spielen. Oft reicht ein kurzes Anspielen von 15 Minuten um einen Eindruck zu gewinnen. Den richtigen tiefen Eindruck erhalte ich oft eh erst nach mehreren Partien. Also stand ich öfter daneben wenn eine Erklärung stattfand und lauschte nur und schaute mir eine Weile an, was passierte. Zum Teil war auch nicht anderes drin.

Die Zahl der Neuheiten und auch die Zahl der interessanten Neuheiten ist wieder viel zu groß. Das schlimme ist eigentlich schon fast wenn es zu viele gute Spiele gibt und man nicht weiß, wann man die alle mal wieder spielen soll, gerade wenn sie dann vom aktuellen Jahrgang sind. Die Liste der Fairplay war mir mal wieder ein guter Ratgeber.

Es nahm aber Züge an die ich jedenfalls noch nicht erlebt hatte. Um 10 Uhr machen die Hallen auf und als ich mit einem Austellerausweis am Freitag um 9:30 Uhr reinkam waren beide Tische bei 7Wonders schon tief mitten in einer Partie und die Chance an einen Tisch zu kommen weiterhin aussichtslos. Erschreckend. So blieb auch hier nur zuschauen, zumindest ein bisschen.

Die andere Sache ist aber dafür eher positiv. Die Rabattschlacht war nicht so offensichtlich wie früher. Die neue Dominion-Erweiterung war schon vor der Messe erschienen, aber trotzdem, habe ich sie nur bei drei Händlern gesehen. Und als dann direkt vor meiner Nase ein Händler in Halle 5 (der Rote) den Preis von 25 auf 27 anhob, war der Vorrat wohl nicht ganz so groß an diesen Ständen. Asara war bei einem anderen Händler in Halle 5 (der Grüne) am Donnerstagnachmittag vergriffen und bis Freitagabend auch nicht nachgeliefert worden. Entsprechend kletterte auch hier der Preis bei anderen Ständen. Gut für die Händler.

Und auch gut für die anderen Spiele, welche dadurch vieleicht eher Beachtung finden. Fall irgend möglich habe ich die meisten Spiele eher direkt am Stand des Verlages gekauft. Direkte Unterstützung ist das für mich und wichtiger als ein paar Euro zu sparen. Perl Games scheinen ein Klasse Spiel hingelegt zu haben und kann so den Messeauftritt bestimmt gegenfinanzieren. Bei Lookout ist es eh Normal diese zu unterstützen und auch What’s Your Game hat meine Bestellung für das vorgestellte aber noch nicht gelieferte Vinohs erhalten.

Was der Messe jetzt noch fehlt ist Platz. Den ab Freitagmittag war es eine Qual durch die Gänge zu gehen, bzw quetschen, bzw sich schieben lassen.

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