hachen darkpact
Zug um Zug Asien

Days of Wonder, 2011
Alan R. Moon
Julien Delval
2-6 Vielspieler
- kein Luding-link -

Es gibt für die großen Spiele, die gerne als Klassiker bezeichnet werden können, regelmäßig Erweiterungen. Auf der einen Seite sind Kunden, die Freude an einem Spiel haben, eher bereit sich weiter mit einem Spiel zu beschäftigen und können mit der Erweiterung weiterhin Spaß haben. Man gibt sich selber ein gutes Gewissen in dem man eine Investition verstärkt durch weiteres investieren in Selbige.

Auf der anderen Seite, ermöglicht eine Erweiterung ein Spiel zu verändern, so dass auch neue Kundenschichten vielleicht Spaß dran haben. Keltis war so ein Fall für mich, wo die erste Erweiterung (Neue Wege – Neue Ziele) das Spiel um so viel anders und besser gemacht hat, dass es mir auf einmal wirklich gefiel. In genau diese Kerbe muss Zug um Zug nicht für mich vordringen und doch schafft sie es mit dieser Erweiterung.

Eigentlich ist diese Erweiterung als Spielplansammlung entstanden, weil der Verlag einen Aufruf gestartet hat und die Leute gebeten hat neue Pläne einzureichen. Es sind wohl richtig viele geworden, und der Gewinner wurde mit seinem Plan nicht nur ein paar tausend Euro reicher, sondern mit seinem Plan in dieser Erweiterung auch verewigt. Nun weiß ich nicht was diesen Plan ausgemacht hat und wie die anderen Einreichungen waren, aber der Plan auf der Rückseite macht mich um einiges mehr an.

Der hat nämlich etwas, was allen anderen Zug um Zug Kästen und Erweiterungen und Sets fehlt. Die Möglichkeit zu sechst gespielt zu werden. Viel zu selten bei all den vielen Spielen da draußen. Selbst fünf ist manchmal ja nur ein Hoffen, aber sechs ist so selten, dass wir es loben müssen.

Und es kommt noch besser. Der Plan ist für Teams. und damit ist die Erweiterung tatsächlich mit etwas ganz Neuem geschmückt. Die Spieler spielen in Teams von je 2 Spielern und teilen sich einen Teil der Waggonkarten, wer zwei nimmt gibt eine in die Mitte, wer nur eine nimmt muss die teilen. Beide Spieler eines Teams haben dieselbe Waggonfarbe, aber sie müssen mit den wenigen Informationen die sie ohne sich abzusprechen geben können irgendwie verständigen. Jeder kann am Anfang schon eine seiner Zielkarten dem Anderen bekanntmachen, so dass jeder schon mal etwas weiß. Weitere Zielkarten können auch verraten werden, aber dass kostet einen wertvollen Zug in welchem andere wichtige Sachen gemacht werden können.

Und so entsteht tatsächlich ein anderes Spielgefühl. Die Regeln sind immer noch die Gleichen vom Urspiel, aber das Gefühl ist grandios und anders. Wer sich bisher von dem Spiel nicht so richtig begeistern konnte, sollte jetzt nochmal einen Blick drauf werfen. Und wer zwischenzeitlich schon genug davon hatte muss zurückkommen und mit dieser Erweiterung sein Glück probieren. Ich habe mein neues Lieblings-Zug-um-Zug gefunden. Wenn dieses Spiel dann nur noch in dieser Variante.

Daumen Hoch Daumen Hoch

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