Ich war schon oft auf der Messe in Essen. Dieses Jahr ist das achte Jahr in Folge ohne Unterbrechung. Aber auch in den Jahren davor war ich öfters in Essen. Schon seit 1990. Ich erzähle das immer wieder gerne: Vor über zwanzig Jahren waren es gerade mal Halle 12+10 in denen Stände waren. Dazwischen war nichts. Eine Leere. Es war angenehm und schon damals der Hit. Es gab genug Möglichkeit zu spielen und keiner der den Tisch den ganzen Tag sperrt. Damals war dass ein einmaliges Erlebnis.
In all diesen Jahren vorher war ich nur einmal an einem Sonntag auf der Messe. Das war im Jahre 1997. Das war das Jahr in dem ich als Helfer beim Amigo-Stand eingesetzt war. Da war ich berufsmäßig schon jeden Tag da, aber ansonsten war mein Geduld immer vorher zu Ende. Auch war es beruflich so, dass die Meetings sich auf den Donnerstag und Freitag konzentrierten, ab Samstag war keiner mehr da. Dieses Jahr war ich bis Sonntag 17 Ihr in Meetings. Und selbst dass letzte Meeting war noch schwer einzuplanen, anderen ging es auch so. Viele mussten länger arbeiten als die letzten Jahre.
Für alle anderen lohnt sich der Sonntag auch nur noch für eins. Zu hoffen, dass man noch das letzte Schnäppchen macht, wenn kurz vor Ende der Messe viele noch was raushauen, um weniger wieder mitnehmen zu müssen. Da aber schon viele hier auch umsonst gewartet haben oder eh nur Demoexemplare zu bekommen sind, ist das nichts, was ich empfehlen kann.
Was ich empfehle ist lieber rechtzeitig nach Hause fahren und alle die Neuzugänge für das Spieleregal zu spielen. Ob dies nur einen Abend, oder gar ein Jahr dauert um sie alle zu spielen ist dabei nicht wichtig, weil eins hat mir die Messe nicht genommen, die Freude am Spielen. Neuheiten sind ein neuer Reiz und das Spielen geht weiter.
Mir ist aber nochwas aufgefallen: Wie unbrauchbar noch die Scoutlisten von BGG und H@ll 9000 sind. Bei letzterem sind es einfach viel zu wenig Leute die Stimmen abgeben. Wenn die meisten nur von vier bis sechs Leuten bewertet wurden, dann ist das nun mal deutlich weniger repräsentativ als 30-60-90 Stimmen.
Bei BGG sind es zwar teils mehr , teils auch zu wenige Stimmen, aber schlimmer noch ist, dass keine Kontrolle da ist. Da schickt ein Verlag mal kurz seine zehn Promotoren rüber damit die alle den Verlagsspielen gute Noten geben und vielleicht noch ein paar Wettbewerbern schlechte und das war es. Ein in meinen Augen unmöglicher Zustand, der sich nicht nur in dem Auf und Ab der Liste wiederspiegelt, welche mehrmals am Tag eine komplett andere Topp 10 hatte. Die Liste ist wie die Webseite ein Chaos.
Da Lobe ich mir die Fairplay (http://fairplay-online.blogspot.com/2011/10/tagesergebnisse-der-scoutaktion.html), welche mit ihrer Erfahrung von vielen Jahren und ihrem sicheren System dafür sorgt, dass die Wertung so unparteiisch ist, wie es nur geht. Aber es braucht den Wettbewerb um das zu sehen und wer weiß, vielleicht arbeiten die anderen beiden auch an Lösungen für die nächsten Jahre. Wünschen tät ich es mir.
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