Amigo, 2011
Frédéric Moyersoen
Michael Menzel
2-4 Familienspieler
http://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/24555
Das Spiel macht an, zumindest äußerlich. Der 3D Aufbau auf der Schachtel war eine ganze Weile mal in und ist dann wieder aus der Mode gekommen. Amigo hat ihn hier wieder aufgegriffen und es erhöht den Aufforderungscharakter auf einer Messe es mal auszuprobieren ganz ordentlich. Das klingt erst mal gut. Leider ändert sich das, wenn das Spiel das erste Mal ausprobiert wird.
Es ist an sich ein Würfelspiel, aber mit drei verschiedenen Würfeln, welche einem die Wahl suggerieren wie gefährlich man es haben möchte. Ob es kleine Schritte tun, oder ob es große Schritte seinen sollen, welche die Hängebrücke über die wir immer hin und her laufen besser aushält. Leider ist der Würfelwurf dafür auch ziemlich egal.
Und das ist die größte Crux an diesem Spiel. Das schöne Design unterstützt das Spiel nicht, nein es behindert es sogar. Die Bretter der Hängebrücke sollen nämlich sowohl umdrehbar, als auch herausnehmbar sein. Aber statt mit kleinen Vertiefungen zu arbeiten, liegen die Holzpappbretter einfach auf. Jede Bewegung lässt sie rutschen. Jedes umdrehen nimmt gleich die Nachbarplättchen mit. Man ist mehr mit Spielzustand reparieren als mit Spielen beschäftigt. Und was zu zweit schon nervt, macht es zu viert unspielbar.
Eigentlich ist das Spiel von den Mechaniken wunderbar und sehr Familientauglich, aber das Design und Material, welches den Anti-Graf-Ludo verdient hätte, ist komplett unfunktionabel. Das gilt für die zitternde Oma, auch für den Papa mit den Wurstfingern und erst recht für das zappelige Kind. Leider durchgefallen.

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