hachen darkpact
Mein Kommentar zum Deutschen Spielepreis 2010

Der Gewinner steht fest und wie wir nun sehen hat Fresko gewonnen. Herzlichen Glückwunsch von meiner Seite.

Ein vollständiger Blick auf den Deutschen Spielepreis, den ihr hier findet: http://www.deutscherspielepreis.de/p060det2010.php4, macht mich zufrieden. Es sind 10 gute Spiele, welche alle Ihren Platz auf dieser Liste verdient haben. Was mir fehlt ist Identik, aber ich kann mir vorstellen, das viele das Spiel nicht mal ausprobiert haben, oder gleich gesagt haben, das ist nichts für sie.

Aber das tolle bei diesem Preis ist nicht nur, das man den Gewinner sieht sondern gleich die Topp 10. Zusätzlich sieht man auch die Menge an Punkten, die die Spiele gesammelt haben. Es gab Jahrgänge wo der Sieger dem Rest des Feldes davon gerant ist, oder wie dieses Jahr der erste eher im Fotofinish vor dem zweiten ins Ziel kommt.

So sind auf die zehn Plätze gerechnet sechs Spiele, welche ich als Spiel des Monats gewählt hatte, drei Spiele, welche ich noch nicht vorgestellt hatte und ein Macht$piele, welches auch nicht schlecht ist.

Also eigentlich kann man super zufrieden sein, oder?

Oder nicht. Zumindest scheinen einige es nicht zu sein.

Da wäre die Pöppelkiste, welche die Liste fast komplett erwartet hat, einen Vergleich zum Pfefferkuchel zieht, und Spiele wie 6 nimmt! und Trans America vermisst.

Auch Peer Sylvester bei spielbar.com findet die Liste nicht überraschend und eigentlich nicht wert auseinandergenommen zu werden. Höchstens ein Vergleich zum Spiel des Jahres könnte aufkommen (welches übrigens seinen Preisträger zum ersten Mal nicht in die Top 10 gebracht hat), aber auch diese Diskussionen sind schon oft genug passiert.

Und hier kommen wir wieder zu meinem Oscar-Vergleich, bei welchem die Bandbreite an Preisen fehlt. Eigentlich ist nämlich der Deutsche Spielepreis eher der Spiele-Oscar als der Pöppel. Der Gewinner zu einem Zeitpunkt bekannt gegeben, wo eh nur noch wenig Werbewirkung erzielt werden kann. Der Oscar wird auch erst vergeben, wenn die Filme schon meist aus dem Kino raus sind.

Der Preis hat in den letzten Jahren genau das Publikum angezogen, welches genau seine Spiele hier gewürdigt sehen will. Was der Deutsche Spielepreis also tut ist zu würdigen, was in diesem Jahr gut ist. Diesen Job erfüllt der Preis. Alle zehn Spiele sind viel erwähnte und bei den meisten beliebte Spiele. Nicht umsonst wurden die Spiele gewählt.

Er weißt nicht auf interessante Neuigkeiten hin. Zumindest nicht für die Spieler. Eher für die Wenig-Spieler. Wer Überraschung erwartet hat oder meint, dass dem Preis mehr Breite fehlt, hat nicht unrecht, aber dieses kann er nicht leisten. Und dies kann er nur aus einem Grund nicht tun. Weil noch zu wenige für den Preis stimmen.

Die jetzigen Preisträger sind das Ergebnis einer Entwicklung die durch vorherige Preisträger geprägt sind. Die Liste zeigt, dass der Jahrgang sehr stark ist, weil fast alle dieselben Spiele nur in einer anderen Reihenfolge gewählt hatten. Das alles ist positiv, aber jeder will es besser. Und daran zu arbeiten sollte unsere Aufgabe sein.

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