hachen darkpact
Die Speicherstadt

eggertspiele, 2010
Stefan Feld
Michael Menzel, Harald Lieske
2-5 Familienspieler
http://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/23260

Fangen wir gleich mit dem positiven Punkten an. Das Spiel sieht gut aus und das Material ist sehr angenehm. Die Münzen haben Flair und die echte Münze ist zwar völlig unwichtig, aber wie ich gelernt habe, der positive Aufhänger, der zu einer guten Kritik führen kann oder einfach noch ein paar Käufer anzieht.

Ein weiterer positiver Punkt ist das schnelle Spiel. Die Regeln sind schnell einleuchtend und so simple in ihrer Art das es schon verwunderlich, dass die Anleitung so lang ist. Aber das meiste geht nur drauf um die einzelnen Karten zu erklären.

Aber da sind noch die Sachen die uns nicht so gefallen haben. Da wäre der Glücksmoment. Wobei es ist nicht wirklich der Glücksmoment, sondern die Unmöglichkeit irgendetwas zu planen. Und ich rede hier nicht mal von irgendeiner Strategie, die diesem Spiel eh fehlt, sondern selbst taktisch braucht fast nichts abgewogen zu werden.

Wenn ich in der entscheidenden Runde letzter Spieler bin, ist das mehr Wert als den ganzen Rest des Spiels gut zu spielen. Gerade mit fünf Spielern spielt es sich eher runter, als das irgendetwas entwickelt werden kann. Hier wird nicht mehr für mich gespielt sondern im Notfall nur gegengerechnet, wie viel Geld kann ich plus machen, Wenn ich dann noch Glück habe das meine Mitspieler entsprechend setzen oder nicht, kaufen oder nicht, oder irgendwas dann werde ich erster. Oder letzter.

Der zentrale Mechanismus ist das bieten auf die Karten durch Pöppel. An sich sehr pfiffig, beweist es wieder wie vielseitig Stefan Feld ist. Wer früh bietet muss vermutlich zu viel zahlen, aber hat die erste Kaufmöglichkeit. Leider funktioniert es hier nur mehr schlecht als recht, da jeder nur drei Pöppel hat, was gerade zu fünft alle Möglichkeiten nimmt etwas zu sichern, vor allem nicht, wenn man erster in der Runde ist.

Die Seltenspieler hatten ihren Spaß daran, weil sie auch unbeschwerter ran gehen. Bei uns spielten sie völlig ohne Planung vor sich hin und lassen sich überraschen was raus kommt. Wem es egal ist ob er gewinnt, und einfach nur die Gesellschaft seiner Freunde genießt, kann dies mit diesem Spiel sehr gut, wie aber auch mit vielen anderen Spielen. Bei uns ist es durchgefallen.

Daumen Runter

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