Pegasus, 2008
Vlaada Chvatil
???
2-4 Vielspieler
http://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/22292
Es gibt ein Spiel, was meine Freunde in Amerika mir immer und immer wieder ans Herz gelegt haben und das ist im Wandel der Zeiten. Nun lag es schon eine Weile bei mir rum und ich musste mich halt überwinden die Anleitung zu lesen. Das sind halt 32 Seiten. Eine Eigenschaft die ich sonst nur von Ameritrash Spielen gewöhnt bin. Beim lesen selbiger ist mir aber auch aufgefallen, dass diese problemlos auch auf 8 Seiten gepasst hätte, wenn man viel blah blah weggelassen hätte.
Nun ist das Spiel, wie ich das inzwischen bei einigen Spielen von den Tschechen kenne, tatsächlich in Einsteiger, Fortgeschrittene und Experten unterteilt. Nach dem Spielen in allen drei Modi kann ich das sogar nachvollziehen. Die erste Partie hat, obwohl nur ein von drei Zeitaltern gespielt wurde doch gute 4 Stunden gedauert. Die zweite Runde mit zwei von vier Zeitaltern hat immer noch vier Stunden gedauert. Und selbst eine Runde zu zweit mit allen drei Zeitaltern hat, auch wenn es sich sehr flüssig anfühlte glatt 4 Stunden gedauert. Für wen dieser Zeitaufwand zu viel ist, der kann hier schon aufhören zu lesen und sich überlegen was anderes rauszuholen.
Tatsächlich kommt es einem beim Spielen gar nicht so lang vor. Schnell wird eine Entscheidung getroffen und der nächste ist dran. Ein bisschen Administrative Arbeit ist dabei mit den vielen kleinen Holzsteinchen, welche die Schachtel mit ihrem Inhalt eher wie eine Wüste aussehen lassen, als wie die Fülle, welche der Inhalt verspricht. Es ist halt alles sehr klein außer dem Spielbrett. Trotzdem nervt das warten bis man selber wieder dran ist, da fast gar nichts gemacht werden kann, wenn nicht gerade eine der selten Aggressionen kommt, oder ein Territorium versteigert wird. Das hat dafür gesorgt, dass ich das Spiel wohl nur noch zu zweit speilen würde. Dann ist es auch leichter Gegner zu finden, die ebenfalls soviel Zeit für ein Spiel aufbringen können.
Vom Mechanismus ist es ein Spiel keine neue Erkenntnis. Es liegen Karten aus, welche gekauft werden wollen, ausgespielt werden wollen, zum Teil entwickelt und genutzt werden wollen. Manchmal muss man sich entscheiden zwischen zwei Optionen und die Auslage selber zwingt einen manchmal zu einer besseren oder schlechteren Entscheidung. Es ist oft taktischer als Strategisch, aber man neigt dazu strategisch ranzugehen.
Ich kann nicht verhehlen, dass das Spiel eine Faszination auf mich ausübt. Es ist halt nur nicht der Riesenreißer, den meine Freunde in Amerika beschreiben.

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