hachen darkpact

Juni 17

Dice Devils

Reinhard Mensen
Martin Hoffmann, Claus Stephan
Kosmos, 2013
3-6 Familienspieler
- bisher kein Luding-Link -
http://www.boardgamegeek.com/boardgame/136058/dice-devils

Ich habe kein Rezensionsexemplar dieses Spieles erhalten. Ich habe auch kein Geld erhalten, noch überhaupt angeboten bekommen um etwas über dieses Spiel zu schreiben. Ich werde mich zu dieser Marketing-Idee weiter unten auslassen, aber neben dieser Tatsache gibt es hier auch ein Spiel zu besprechen. Denn die Marketing Aktion hätte theoretisch für jedes Spiel sein können. Oder nicht?

Bei Dice Devils handelt es sich eigentlich um einfaches Abschätzspiel. Wir bieten auf heiße Sachen und hoffen entweder billig wegzukommen, oder jemandem was wegzuschnappen, wenn wir hohe Zahlen haben. Das jeder dabei noch eine Rolle mit einer coolen Extraaktion hat macht es noch witziger. Vor allem weil diese Rollen wechseln können.

Auch die vielen anderen Kleinigkeiten machen eine Menge aus. Der Oberteufel hat größere Würfel und einen größeren Würfelbecher während der Satansbraten extra kleine Würfel und Würfelbecher hat. Es geht auch nicht nur um Zahlen sondern Gegenstände, die das Leben gemütlicher machen in der Hölle. Also wärmendes wie ein Grill, Chilischoten oder Heizstrahler.

Das Spiel selber wird die typischen Vielspieler nicht anmachen. Der Familienspieler sollte damit weniger Probleme haben. Der Anspruch ist nicht hoch und das abschätzen sollte den meisten nicht schwer fallen. Das Spiel zeigt seine größten Stärken, wenn es nicht-Spieler spielen. Die Regeln sind ausreichend einfach und der Spaß in einer Gruppe von sechs Spielern kommt von ganz allein. Und Spiele dieser Art brauchen wir auch.

Und nun macht auch die Marketing Aktion dazu wieder Sinn. Gerade Leute die sonst nicht über Spiele berichten tun dies auf einmal, für ein Spiel, für welches sie auch die perfekte Zielgruppe sind. Das kann unserem Hobby eigentlich nur helfen. Es kommen mehr Spieler rein und das kommt allen Verlagen zu gute. Das sind alles Argumente für dieses Vorgehen. Aber es gibt auch Gegenargumente und ob dies am Ende sich wirklich auszahlt, ob es der richtige Weg ist, weiß ich nicht, denn ein schaler Geschmack bleibt, und das nur weil Geld involviert ist.

Juni 13

La Boca

Inka Brand, Markus Brand
Franz Vohwinkel
Kosmos, 2013
3-6 Familienspieler
http://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/25793
http://www.boardgamegeek.com/boardgame/136280/la-boca

Manche Ideen sind so einfach, dass es unfassbar ist, dass sie noch nicht existierten. Das macht das Spiel dann umso cooler, weil die Idee so überzeugt und sich natürlich anfühlt. Das ganze ist dabei so überzeugend, dass es 9 von 16 Leuten der Opinionated Gamers es schon als Spiel des Jahres gesehen haben. Warum es bei der Jury nur für eine Empfehlung gereicht hat kann ich nicht einschätzen, aber vielleicht wäre es drin gewesen, wenn auch nur eins der anderen drei Spiele nicht gewesen wäre.

Bei La Bocca bauen immer zwei Spieler gemeinsam Steine wie bei einem 3D-Tetris aufeinander, ab so dass jeder nur bestimmte Karten sieht. Das Ganze natürlich auch gegen die Zeit, damit es einen Druck gibt. Vor allem auch damit Spieler mal mehr und mal weniger Punkte machen und die Spieler so am Ende sich auch vergleichen können.

Auch wenn eigentlich immer nur zwei Spieler wirklich gerade am Kopf rauchen sind, so fiebern die anderen Spieler dennoch mit. Schaffen es die anderen? Haben sie alles richtig gemacht? Wie würde ich das jetzt bauen? Machen sie noch den Fehler, der sie Punkte kostet? Das Fiebern ist für alle spürbar.

Mit Kindern ist es einfach anpassbar. Es gibt einfachere und schwerer Karten, die Kinder können andere Zeiten bekommen, oder einfach mehr Punkte, oder es wird einfach ohne Punkte gespielt. Das Spiel sorgt einfach für Super Stimmung am Tisch und alles haben ihre Freude. Für mich ein mehr als gelungenes Spiel. Und eine Erweiterung mit ein paar kranken Steinen könnte ich mir auch noch wünschen.

Daumen HochDaumen Hoch

Juni 08

Kinder und ihr Spielzeug

Am Montag wird das Kinderspiel des Jahres gekürt. Während ich in den letzten Jahren noch wenigstens die Nominierten gespielt habe, ist mir dieses Jahr nicht mehr geglückt. Mir ist es sogar gerade mal gelungen zwei Spiele der Empfehlungsliste anzuspielen. Für mich ist das kein Weltuntergang. Ich vertraue der Kinderspiel-Jury dass sie gute Spiele nominiert und mit einem Preis versieht, auf der anderen Seite habe ich selber keine Kinder mehr, welche in die Zielgruppe fallen.

Dieses rausfallen ist auch eines der Probleme, die verhindert, dass die Kinderbrettspielszene wirklich groß ist. Die Kinder wachsen raus und die Eltern mit Kindern wachsen mit ihren Kindern zusammen raus. Von den Kinderspielen geht es direkt zu den Familienspielen, und diese können viele Jahre halten.

Einen Schritt hätten auch die Lego-Spiele bieten können. Das Material welches gefühlt 90% der Kinder anspricht und mit dem richtigen Konzept mehr Spieler ansprechen könnte wurde geradezu verhunzt. Langweilige austauschbare Spiele sind am Ende rausgekommen. Es ist sogar so schlimm gewesen, dass ich von einem Blick auf die Schachtel nicht ausmachen konnte um welches Spiel es sich handelt, weil sie alle gleich aussahen.

Vor allem war es die Masse die es nicht bedurft hätte. Statt also 20 neue Titel jedes Jahr auf den Markt zu werfen wäre es mit einem Titel, der richtig beworben und dafür innovativ und das Material nutzend besser gelaufen. Vielleicht hätten sogar zwei Spiele im Jahr, ein Kinderspiel und ein Familienspiel. Am Ende war einzig Creationary cool. Ein Spiel, welches das nutzte, was das Material ausmacht. Hier hätte Lego ansetzen müssen. Hinterlassen tun sie verbrannte Erde und enttäuschte Gesichter. Schade.

Juni 05

Trajan

Stefan Feld
Jo Hartwig
Ammonit, 2011
2-4 Vielspieler
http://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/24558
http://www.boardgamegeek.com/boardgame/102680/trajan

Manchmal kommen meine Meinungen spät, jedoch wäre es schlimmer wenn ich sie nicht rauslassen würde. Dieses Spiel hatte ich schon vergessen zu beschreiben, es kam nun wieder hoch. Seitdem Trajan auf Boîte á Jeux spielbar ist habe ich noch viel mehr Runden gespielt, weil sich ein paar Partien immer dazwischen schieben lassen. Und das Spiel ist wirklich so gut, dass es noch einige Partien mehr braucht, damit ich es gefühlt annähernd ausreizen kann.

Das genialste ist der Mechanismus mit den Mancala-Schalen. Das Abschätzen, welche Aktionen ich nicht nur als Nächstes sondern auch in den Runden danach machen möchte. Als zusätzliches Element sind die Steine auch noch Farbig und bestimmte Kombinationen ermöglichen einem Extras freizuschalten. Das ganze ist schnell verstanden und genauso schnell verinnerlicht. Einzig noch die richtigen Aktionen zum richtigen Zeitpunkt auch auszuführen ist etwas schwierig. Dieser Mechanismus alleine trägt die gesamte Faszination des Spiels.

Selbstverständlich ist das Spiel angefüllt mit allen Elementen, die ein Feld-Fan an seinen Spielen mag. Wenige verschiedene Aktionen, die schnell überblickt sind, und dennoch mehr Entscheidungen, als die Spielzeit zulässt. Und immer kurz bevor es alles aufgeht ist das Spiel eine Runde zu früh vorbei. Dieses Bedürfnis bringt einen für die nächste Runde wieder an den Tisch.

Auch die Interaktion ist nicht gerade gering. Auch wenn jeder für sich alleine sich durch die Mulden kämpft, so sind an allen beteiligten Aktionen Konflikte zu spüren. Es wird um Gebiete gerangelt, denn wer zuerst da ist bekommt mehr Punkte. Es wird ums Handwerk gefeilt denn auch hier sind Gebiete abzustecken. Am Hafen wird versucht vor den anderen zu verkaufen und im Senat geht es um Bonuspunkte.

Von mir aus, könnte ich gerne noch einige Runden mehr Spielen. Vor allem weil es auch problemlos in 90 Minuten gespielt werden kann, wenn nicht zu viele schwere Grübler am Tisch sitzen, auch wenn gerade Feld genau diese Art Spieler anzieht.

Daumen HochDaumen Hoch

Mai 31

Spiel des Monats Mai 2013

Es ist cool wenn man ein Spiel des Monats wählen muss und es gibt ein Thema das durch die Szene geht. Gesetzt durch die Jury und unterstrichen von Jury Mitglied Udo Bartsch gilt es also zu zeigen das es nicht auf die Größe ankommt. Und das tut es tatsächlich nicht.

Mein Preisträger im Mai ist Love Letter

Love Letter - Spiel des Monats Mai

Es ist wundervoll wie viele das Spiel kennen und jedem dem ich es erklärt habe, wollte es sich auch gleich besorgen. Man spielt es im Restaurant zwischen den Mahlzeiten, beim Warten auf weitere Spieler oder einfach nur vor jedem Spiel um einen neuen Startspieler zu bestimmen.

Hier der Link zum Originalartikel:
http://darkpact.tumblr.com/post/44092812503/love-letter

Partner-Codes zum Bestellen:
Dieses Spiel bei Spiele-Offensive.de kaufen
Dieses Spiel bei amazon.de kaufen

Eight-Minute Empire

Ryan Laukat
Ryan Laukat
Red Raven Games, 2013
2-5 Vielspieler
- kein Luding-Link -
http://boardgamegeek.com/boardgame/131366/eight-minute-empire

In Verrückt nach Marry nimmt unser Hauptdarsteller einen Anhalter im Auto mit. Der erzählt etwas von der Idee des 7-Minuten-Videos. Wenn einer das 8-Minuten-Video sieht und das 7-Minuten-Video greift jeder zum 7-Minuten-Video. Bis einer mit dem 6-Minuten-Video kommt. Die Szene ist im Film echt sehr witzig. Bisher gab es noch kein 8-Minuten-Spiel. Und das ist ja echt nötig, damit es auch mal ein 7-Minuten-Spiel geben kann. Also hat sich ein Amerikaner gedacht, ein 8-Minuten-Spiel ist der Anfang. 

Nur damit wir es richtig verstehen. Es gibt natürlich etliche Spiele die in 8 Minuten oder weniger gespielt werden können, aber das sind alles keine Strategiespiele. 8-Minuten-Imperium ist ein einfaches Strategiespiel. Wer dran ist kauft eine Karte mit seinem limitierten Geld und führt die darauf abgebildete Aktion aus. Wenn alle 7 Aktionen gemacht haben ist das Spiel vorbei. Dann geht es nur noch um Mehrheiten. Punkte für Länder, Kontinente und Symbole.

Es gibt ziemliche gute Entscheidungen in diesem kleinen Spiel und als Absacker und Aufwärmer ist es bestens geeignet. Und mit einer so kurzen Spielzeit (natürlich nur ohne Grübler) ist es ganz locker auch mehrmals gespielt.

Daumen Hoch

Mai 28

Weltspieltag 2013

Die Saure Gurken Zeit, oder das Sommerloch oder wie man es sonst oft nennt ist gerade unterwegs. Champions League ist durch. In der Politik passiert nichts. Selbst das Wetter ist einfach nur lausig und launig. Wenn da also was daher kommt wie heute der Weltspieltag, stürzen sich ein paar Medien drauf um mal wieder 5 Minuten im Fernsehen zu füllen.

Auf die Idee diese fünf Minuten sinnvoll zu füllen kommen dabei die wenigsten Sender. Die Nominierten wurden scheinbar von keinem Sender erwähnt. Auch wenn sie schon seit einer Woche nominiert sind bekommt die Presse immer erst was mit, wenn die Gewinner feststehen. Der Rest ist keine Sekunde Sendezeit wert.

Dabei geht es bei dem heutigen Tag ja nicht in erster Linie um Brettspiele, sondern vor allem um das Recht zu Spielen für Kinder. Ein sehr löbliches Anliegen, welches leider viel zu oft erkämpft werden muss. Gerade wer selber Kinder hat und selber mit einigen Rechten kämpfen muss kann das Anliegen nur gut finden und Unterstützen.

Dummerweise gibt es einige Tage die diesem sehr ähnlich herkommen wie den offiziellen Weltkindertag am 20. September und den anderen, den internationalen Kindertag am 1. Juni. Und der ist schon in vier Tagen. Und das ist neben der Tatsache, das so ein Tag richtig ist, der größte Fehler an dem gewählten Datum. Neben all den Aktionen zum 1. Juni geht dieser Tag, der direkt in derselben Woche ist, einfach unter - außer die Presse hat echte Saure-Gurken-Zeit.

Mai 23

Wunderland

Dirk Hillebrecht
Jarek Nocoń
Pegasus, 2013
2-4 Familienspieler
http://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/25654
http://www.boardgamegeek.com/boardgame/137140/wunderland

Ein Spiel, welches auch von einigen Amerikanern als Kandidat für das Spiel des Jahres genannt wurde, ist eins, dessen Lizenz außerhalb Deutschlands vielleicht bekannt aber bestimmt nicht genauso groß ist. Das die beiden Brüder in Hamburg alles tun um wirklich die größte und bekannteste Miniaturbahn der Welt zu sein ist unbestreitbar. Dies kann natürlich nur funktionieren, wenn sie auch ein Brettspiel haben.

Wunderland hat sofort eine hohe Wiedererkennung, wenn man schon mal vor Ort war. Die Gebiete auf dem Brett sind genau die Gebiete im Wunderland. Die Bilder für die Ausschnitte habe ich zum größten Teil selber schon mit eigenem Auge betrachtet. Sogar die Verbindungen zwischen den Bereichen sind nur die, die es auch im Original gibt. Das alles weckt Erinnerungen an das Wunderland und weckt das Bedürfnis in der ganzen Familie mal wieder dahin zu fahren. Einzig die Farben für die Gebiete hätte etwas heller sein dürfen, damit die Bilder noch besser betrachtet werden können.

Spielerisch haben wir es hier mit einem einfachen aber nicht trivialen Spiel zu tun. Jeder hat Aufträge wo er zu zwei bis vier Zielen reisen muss. Diese sind angenehm weit verteilt. Jeder hat acht Personen, welche auch mit schönen Aufklebern den Personen aus dem Land entsprechen. Wer dran ist bewegt beliebig viele von einem Ort einfach ein oder zwei Orte weiter. Der Clou ist, dass alle die ebenfalls Figuren am Ausgangsort haben diese einfach aufsattelnd mitbewegen dürfen. Das sinnvoll zu nutzen spart einem selber viel Zeit und sollte einem einen guten Vorteil gegenüber den Mitspielern geben.

Zusätzlich gibt es noch Postkarten für jeden Bereich, und deren Wertung ist sehr simpel und gut gelöst. Je mehr verschiedene desto besser, aber dennoch lohnt es sich mehrere aus jedem Bereich zu nehmen. In Rund der Hälfte unserer Spiele warn die Postkarten entscheidend um erster zu werden. Deutlich mehr als mehr Aufträge für 15 oder 25 Punkte zu haben. Einmal hat ein Spieler geschafft nur über Postkarten zu gewinnen, was auch möglich, aber eine große Herausforderung ist. Das Spiel bietet für den Rechner also noch mehr als nur möglichst gut mitzureisen.

Das gesamte Niveau bleibt aber ein Familienspiel und das ist gerade mit Blick auf die Lizenz die richtige Entscheidung. Wer also ein 18xx Spiel im Bereich der Miniaturbahn Ausstellungen erwartet hat, ist frei so was selber zu basteln, wird hier aber nicht glücklich. Es ist ein super gelungenes schnelles Spiel, welches in unter 30 Minuten einen Sieger hat und gleich nochmal gespielt wird. Ich bin mir sicher, wenn ich das nächste Mal vor Ort in Hamburg bin, werde ich sicherlich das Spiel im Shop vor dem Ausgang entdecken. Und hoffentlich wird es sich auch entsprechend seiner Qualität gut verkaufen. An dieser Stelle kann das Spiel genauso viele neue Spieler bringen wie ein Star Trek Catan. 

Daumen Hoch

Mai 21

Wir sind Nominierungsgewinner

Ist es eine Überraschung, wenn man mit einer Überraschung gerechnet hat? Die Jury ist jedenfalls immer wieder für selbige gut und daher hat sie auch dieses Jahr dieses wieder vollbracht: Die Überraschung. Die geringe Menge an Vorhersagen zeigt auch das viele wohl keine Lust mehr hatten daneben zu tippen. Denn wirklich viele hatten in den letzten Jahren daneben getippt und auch dieses Jahr waren einige Tipps nicht so richtig. Die Nominierten: http://www.spiel-des-jahres.com/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=12&idart=1231&m=&s=

Werfen wir zuerst einen Blick auf die Kennerliste. Terra Mystica und Tzolk’in sind wie erwartet nur empfohlen worden. Sie sind einfach zu Anspruchsvoll für eine Nominierung. Da macht selbst die Jury keinen Hehl draus. Eine zusätzliche Preiskategorie für diese Spiele bedarf es auch nicht. Die Menge an Kommentaren gerade auf amerikanischen Seiten, die den Preis jedes Jahr falsch einschätzen und Tzolk’in als den Gewinner sehen wollten, zeigt nur wie sehr die Kommunikation der Jury auf dieser Seite des Atlantiks bleibt. Aber einen weltweiten Anspruch hat die Jury auch nie erhoben. Was mir fehlt ist Keyflower. Überhaupt glaube ich dass ein Jahrgang mit so vielen guten Kennerspielen, ruhig noch ein oder zwei Empfehlungen mehr verdient hätte, aber nur die Besten auf die Liste zu packen ist auf jeden Fall in Ordnung.

Was ich auch nicht gedacht hätte, ist die Tatsache, dass beide Hans im Glück-Spiele auf der Nominierungsliste gelandet sind. Für mich sind beides Spitzenspiele und verdient auf der Liste. Ich hätte jedoch erwartet, dass die Jury nur einen der beiden Titel nimmt. Auf der anderen Seite hat sich Hans im Glück speziell darum bemüht in diesem Segment auszubauen. Beide Spiele haben eine hervorragende Anleitung (nach vielen Dürre-Jahren des Verlags) und sind schnell gelernt und vor allem auch schnell gespielt. Ich dachte noch der Verlag hätte sich ein Spiel fürs nächste Jahr aufheben sollen, aber nun haben es beide verdient auf die Liste geschafft. Das damit auch nur ein Feld-Spiel auf der Liste gelandet ist, während Bora Bora und Rialto leer ausgingen zeigt, dass dies wohl auch als das Beste von den Dreien betrachtet werden darf.

Beim roten Pöppel hat es Augustus geschafft, ein Spiel, dass wir uns sehr wohl als Preisträger vorstellen können, aber es eigentlich auch wieder zu banal finden. Das liegt aber daran, dass wir Bingo banal finden. Das es dadurch für den Spieler aber einfacher wird es zu verstehen ist kein Frage. Ein gutes Spiel dieser Art zu machen ist auch eine Herausforderung. Das aber schließlich Qwixx und Hanabi beide auf der Liste stehen ist super. Beide Spiele kamen bei uns sehr gut an.

Andor ist auf der Kennerliste. Aber es ist wie ich erwartet habe mit ++ gekennzeichnet. So habe ich zwar meine Wette gegen André verloren, aber moralisch fühle ich mich als Sieger. Letztes Jahr war deutlich zu sehen, dass der rote Pöppel alle + und ++ Spiele hatte und der graue Pöppel alle +++ und ++++ Spiele. Dieses Jahr haben sie Andor trotz der ++ in die graue Liste geschoben und dafür sogar zwei +++ Spiele auf der Empfehlungsliste des roten Pöppels.

Aber von den Spielen her macht es Sinn. Unabhängig davon, das der rote, wie von der Jury betont, der Preis ist, der für alle Spiele steht, habe auch ich erschrocken festgestellt, das der Einstieg in Andor wirklich einfach ist, aber das Spiel selber sehr Anspruchsvoll. Es war ein Vielspielerspiel, welches sich als Familienspiel getarnt hatte. Escape hingegen, ist ein einfaches Spiel, wo die Regeln nur nicht allen sofort einleuchten. 

Und nun kommt der eigentliche Punkt wo ich glaube, dass die Jury lange diskutiert hat und es kann am Ende sehr positiv ausgehen, denn diese Einteilung hat aber noch einen anderen Vorteil. Die Jury könnte Hanabi oder Qwixx tatsächlich zum Spiel des Jahres küren. Der Handel würde dann sich nicht alleine auf das kleine Spiel stürzen sondern auch das große Kennerspiel, besser und prominenter platzieren. Der Preis könnte einen entsprechenden Platz im Handel abbekommen und höhere Verkaufszahlen schreiben, weil der rote Pöppel als klein empfunden wird. Und der Kunde würde die Tatsache näher gebracht werden, dass es auch noch einen weiteren großen Hauptpreis gibt. Beide Spiele könnten entsprechende Verkaufszahlen vorweisen.

Das was also in den letzten Monaten an Angst rausgehauen wurde, das die Jury sich nicht traut ein kleines Spiel zum Sieger zu machen könnte genau jetzt aber passieren. Zum einen das Signal dass sie weiter für eine Überraschung gut ist, zum anderen aber auch, dass es wahrlich nicht auf die Schachtelgröße ankommt. Und schließlich, weil die Jury das nutzt um auch das Kennerspiel besser zu platzieren. Und dafür ist es auch egal, welches der drei Spiele den grauen Pöppel bekommt.

Natürlich kann am Ende auch Augustus den Hauptpreis bekommen, denn schließlich weiß die Jury selber noch nicht was gewinnt und hat für ihre Entscheidung noch knapp sieben Wochen Zeit. Aber die Jury kann bei diesen Gedankenspielen nur gewinnen. Sie hat also wieder alles richtig gemacht. Ich bin sehr glücklich mit dieser Jury und ihrer Arbeit.

Ich möchte den nominierten Autoren, Redakteuren und Verlagen meine herzlichsten Glückwünsche aussprechen. Meine Favoriten sind Hanabi und Brügge, aber jedes der sechs Spiele wäre eine gute Wahl.

Mai 16

Apfel ärger Dich nicht

Ich bin ziemlich entsetzt, in welche Richtung sich die Spiele entwickelt haben. Vor ein paar Jahren war es noch üblich als Redakteur sehr viele Mensch Ärger Dich nicht und Monopoly Klone zu Gesicht zu bekommen. Neben der Tatsache, dass die meisten Menschen nur diese Spiele kannten und ihren ganzen Spiele-Erfahrungsschatz daraus hervorbrachten ist das nicht so verwunderlich.

In den späten 80ern kamen dann die Trivial Pursuit und Activity Klone dazu. Einiges wurde veröffentlicht aber vieles würde heute nur noch verstauben können. Der Markt ist zwar offen für tolle Variationen, aber die Verlage haben genug davon in ihrem Programm. Wer heute mit so was kommt, bekommt halt eine Absage von den Verlagen. Kickstarter hat das geändert. Wer von seinem Konzept überzeugt ist, bringt es selber raus. Der Markt scheint das zu Unterstützen.

Und der aktuelle Trend lautet Apples to Apples. John Kovalic, berühmt für seine Munchkin Illustrationen, hat da ein Spiel gemacht, welches einfach zu verstehen ist und die Leute zum lachen bringt, ohne dass sie selber Kreativ sein müssen. Einfach nur eine Karte auswählen und über die Kombination lachen. Das dieses Konzept nicht neu ist, und schon vorher in noch viel einfacherer Form existierte, ist dabei Nebensache.

Peer hatte hier einiges zusammengetragen (http://www.spielbar.com/wordpress/2012/12/08/4090) das deutlich zeigt, wie abgekupfert das Prinzip ist. Ich kann das normalerweise gut ignorieren. Schade ist es wenn dies für ein schöne Lizenz drauf geht. In diesem Fall für Die Braut des Prinzen. Ich liebe den Film. Auf Kickstarter ist nun die Mischung aufgetaucht und schon mit 150 Bäckern ist es voll finanziert (http://www.kickstarter.com/projects/springboard/the-princess-bride-prepare-to-die). 150 ist keine Kundenmenge für die ein Verlag loslegen würde zu arbeiten, daher ist Kickstarter wohl die korrekte Plattform.

Und dennoch habe ich schon zu viele von diesen Spielen gesehen, die mir austauschbar erscheinen. Nichts gegen bekannte Elemente und auch nichts gegen einen Remix von Selbigen. Gerade Strategiespiele strotzen ja nur davon. Aber jedes davon ist dann irgendwie anders und an Innovationen fehlt es dennoch nicht. Allerdings das Spiel gleich zu lassen und nur das Thema auszutauschen ist mir inzwischen zu wenig.

Mai 15

Divinare die zweite, oder wie ich versuchte in die Zukunft zu sehen

Während wir alle vor uns hin tröpfeln und mit Freude spielen, ist es schon Anfang nächste Woche soweit, dass die Jury ihre Nominierungslisten für dieses Jahr bekanntgibt. Noch haben nicht sehr viele ihre Tipps rausgegeben, aber ich dachte mir, bevor ich wie letztes Jahr einer der Letzten bin, will ich dieses Jahr einer der Ersten sein. Mit Hilfe des Spiels Divinare habe ich meine Hellseherischen Fähigkeiten trainiert und habe einen Blick in die Nahe Zukunft gewagt.

Fangen wir mit dem Kinderspiel an. Ich habe wieder erneut so gut wie keine Ahnung, weil meine Kinder langsam aus dem Alter raus sind. Der große spielt die anspruchsvollen Spiele mit und der kleine schaut sich auch lieber die Familienspiele an. Ich bin mir sicher, das die Jury hier eine gute Auswahl finden wird und ich werde dann sehen, dass wir uns die drei Spiele anschauen.

Der Hauptpreis ist da schon etwas einfacher und auch schwieriger. Einfacher, weil ich einige Spiele gespielt habe; Schwieriger, weil es natürlich auch mir nicht möglich ist alle zu spielen. Die Jury tut mir schon etwas leid die Masse der Neuheiten in der kurzen Zeit spielen zu müssen. Dennoch lässt sich Arbeit verteilen und wenn ich meine Meinung mit der Anderer vergleiche, dann sieht man was heraussticht. Daher habe ich mich auf drei Spiele eingeschworen.

Erste Wahl ist Hanabi. Es kam bei uns so oft auf den Tisch und hat soviel Spaß gemacht, dass es ein Schande wäre, wenn es nicht nominiert werden würde. Die Masse an weiteren positiven Stimmen überall im Netz macht dies zu einem in meinen Augen sicheren Kandidaten. Ich würde sogar soweit gehen, dass es am Ende gewinnen sollte. Trotz aller Bekundungen der Jury glaube ich aber nicht daran. Nennt mich Pessimist.

Den zweiten Platz bekommt Die Legenden von Andor. Bei uns ist es gefloppt und ich könnte jede Menge meiner Worte wiederholen, was in meinen Augen mit dem Spiel nicht stimmt, aber dennoch lieben es viele Menschen und die Menge an positiven Stimmen ist auch überdeutlich zu sehen. Also nur weil ich es nicht gut finde, bedeutet es nicht, dass die Jury es ignoriert. Und ich traue ihr zu es zu nominieren.

Der dritte Slot ist am schwierigsten. Ich habe einige Spiele genannt bekommen, welche sich anbieten würden. Die höchsten Chancen sehe ich aber für La Boca. Es ist das abstrakte Spiel, das die Auswahl rund macht. Und es ist in seiner Art auch sehr einzigartig. Gute Gründe für eine Nominierung. Und Spaß macht es schließlich auch.

Kommen wir zum Kennerpreis. Und der ist am schwersten zu bestimmen. Da ich auf jeden Fall in die Zielgruppe dieses Preises falle und mit beiden bisherigen Preisträgern sehr zufrieden war, überlege ich was von dem bisherigen Jahrgang in diesen Preis fallen kann. Spiele wie Terra Mystica und Tzolk’in sind sehr gut aber eigentlich viel zu Anspruchsvoll für diesen Preis. Aber welche Spiele fallen noch in diese Kategorie und nicht schon drüber.

Mein erster Tipp ist Keyflower. Es funktioniert mit jeder Spielerzahl von 2 bis 6 gleich gut und es sind immer wieder spannende Runden, wenn es auf den Tisch kommt. Der Schlüssel ist sich auf eine Zielkarte zu konzentrieren und nicht in einen Kleinkrieg mit einem Mitspieler gelangen. Natürlich kann das Spiel einen dennoch ein Schiff zwischen die Beine werfen.

Mein zweiter Tipp ist Brügge. Einige mögen es als zu glücklich abtun, aber die Vielfalt der Spiele und die spannenden Geschichten die wir zum Teil danach erzählen können hebt das Spiel neben dem Spiel auf eine weitere Ebene. Etwas was nicht viele Spiele schaffen. Für mich ein Super-Feld.

Der letzte Tipp ist der schwerste. Rialto, Die Paläste von Carrara, Snowdonia, Ginkopolis, Libertalia, Noblemen und noch einige Spiele mehr würden in das Muster passen. Aber so richtig entscheiden kann ich mich nicht. Die Glaskugel wird nebelig. Ich lasse es daher offen. Nächste Woche kann ich ja sehen, wie richtig ich lag, oder ob ich meine Wette gegen André verliere, der Andor auf der Kennerliste sieht.

Mai 12

Divinare

Brett J. Gilbert
Ben Carre
Asmodee, 2012
2-4 Familienspieler
http://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/25126
http://www.boardgamegeek.com/boardgame/118418/divinare

Wenn mich das Spiel von seiner Aufmachung nicht anmacht, werde ich es vermutlich nie spielen. Planet Steam habe ich bis heute nicht gespielt, vor allem weil es grafisch eine Assoziation in mir geweckt hat, welche mich das Spiel nicht anfassen lassen wollte, auch wenn es mir einige als Brillant beschrieben haben. Auch Kollosus habe ich nur deswegen nicht geschmiedet, weil die Grafik mich abgeschreckt hat. Wenn ich es Probegespielt hätte wäre es vielleicht nicht passiert.

Das ist der große Vorteil von den vielen kleinen Veranstaltungen überall. Der Autor sollte sich mit seinem Spiel hinsetzen und sein Spiel selber bewerben. Bankraub hat dies letzten Herbst gemacht und das wird dem späten Erfolg auch geschuldet sein. Steam Noir Revolution ist genauso ein Fall. Neben dem Charismatisch Daniel Danzer und seinem gewissen Bekanntheitsgrad, hatte ich die Chance einen Prototypen vorher zu spielen. Ich wusste, dass mir das Spiel gefällt.

Ein ähnliches Problem hatte ich mit Divinare. Die ersten Berichte hatte ich ignoriert, weil es einfach dämlich aussah. Aber ich hatte die Gelegenheit es mal zu spielen. Und wenn ich an einem Tisch sitze auf dem selbiges drauf kommt sage ich nicht nein, wenn ich was kennenlernen kann. Und damit kam die schöne Überraschung: Das Spiel macht Spaß.

Das gesamte Äußere passt zum Thema und vor allem auch der Umsetzung des Spiels. Große Felder für große Wahrscheinlichkeiten und kleine Felder für die selteneren Fälle. Die Bereiche bildeten verschiedene Wahrsagemethoden wieder, wie aus dem Kaffeesatz lesen oder die Kristallkugel. Schöne Sprüche in der Anleitung und das gesamt Thematisch so weit verbunden wie es bei solch einem Spiel möglich ist.

Die Spieler müssen erraten wie viele Karten jeder der vier Sorten im Spiel sind. Ein paar zufällige sind am Anfang rausgewandert, genug um keine Übersicht über die Mengen zu haben, und dann bekommt jeder einen Teil der Karten zugeteilt. Wer dran ist muss eine spielen und dann für diese Sorte einen Tipp abgeben. Es muss ein Tipp ein oder versetzt werden. Einfach ignorieren oder bleiben ist nicht drin. Das bewirkt den Drang im rechten Moment richtig zu tippen, denn jeder Tipp ist nur für einen frei.

Der Clou kommt nun durch das wandern der Infos. Denn alle paar Runden geben wir einen Teil der Karten an den Nachbarn weiter. Auf diese Weise kontrollieren wir welche Informationen wir anderen geben. Zusätzlich erhalten wir die Kontrollierten Infos des anderen Nachbarn. Auf diese Weise sehen wir immer mehr Karten und können bessere Tipps abgeben, aber die besten Felder sind oft schon besetzt. Eine überraschende Karte in der letzten Runde kann das aber noch alles umwerfen und sorgt entsprechend für Unterhaltung am Tisch.

Divinare ist eine perfekte Kombination von Thema und Mechanismus. Es ist wahrlich weniger Zufällig als es echte Wahrsager sind, aber auch die arbeiten angeblich mit miesen Tricks. Es passt alles und so ist es ein Prima Spiel als Absacker an jedem Abend. Einzig der Preis ist für das Material happig, zumindest für Deutsche Verhältnisse. Aber es bleibt ein Klasse Spiel.

Daumen Hoch

Mai 07

Le Havre - Der Binnenhafen

Uwe Rosenberg
Klemens Franz
Lookout, 2012
2 Vielspieler
http://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/25466
http://www.boardgamegeek.com/boardgame/129051/le-havre-the-inland-port

Wenn bei Ora et Labora etwas positiv auffällt dann ist es die Tatsache, dass der Startspieler jede Runde neben der ersten auch die letzte Aktion durchführt. Dadurch ist das Spiel in einem konstanten Fluss und alle Spieler sind reihum dran und der Startspieler wechselt ohne diesen Spielfluss zu stören. Außer das ab und zu neuen Karten kommen und der Startspieleranker weitergeht.

Dieses Element gab es schon vorher in Le Havre. Die Spieler haben reihum eine Aktion ausgeführt und nach jeder siebten Aktion war Versorgungszeit. Zu dritt war halt einer immer ein Mal öfter dran. Zu viert immer einer nur ein Mal. Da musste drum herum geplant werden. Ein nicht unwesentlicher Aspekt und Reiz des Spiels.

In dieser deutlich vereinfachten Version für zwei Spieler ist das auch noch das eine Element, dass hängen geblieben ist. Ein Spieler ist immer einmal öfter dran als der andere. Und da nur zu zweit gespielt wird ist das abwechselnd. Sinnvoll angepasst sind allerdings am Anfang nur wenige Aktionen und gegen Später immer mehr davon. Dazu passend gibt es teils dieselben Rohstoffe wie beim großen Spiel und sogar die Ernährung will gemeistert werden. Gleicher Grafikstil, gleiche Gebäudenamen sollen die Verwandtschaft unterstreichen.

Leider ist die Spielerisch aber nicht ausreichend gegeben. Das fängt mit dieser dämlichen Übersichtstabelle an um seine Rohstoffe anzuzeigen. Es ist natürlich einfacher dies so anzuzeigen als mit etlichen Plättchen, auch das fehlende Wechselgeld ist auf diese Weise untergebracht. Aber Freude kommt bei der Benutzung nicht auf. Während der Mathematiker das System gut durchblicken kann, ist der Normalo-Spieler überfordert. Der Mathematiker will aber das volle Spiel und nicht nur die Abgespeckte Version für den Normalo.

Des Weiteren sind es immer dieselben Gebäude die zur selben Zeit ins Spiel kommen. In der großen Version waren die Sondergebäude die für viel Abwechslung gesorgt haben. Auch die normalen Gebäude sind durch die drei Reihen nicht immer in derselben Reihenfolge gekommen, so dass die Spieler im Notfall sich anpassen mussten. Hier ist genau errechenbar wann ich mich auf welches Gebäude konzentrieren muss. Ich weiß sogar ob ich zuerst dran komme oder mein Gegner.

Übrig bleibt ein recht nettes Spiel, welches für die ersten Spiele einen unterhält, aber schnell seinen Reiz verliert. Dabei ist es auch egal ob es berechnet wird oder nur aus dem bauch heraus gespielt wird. Der Funke der ersten Partie ist schnell verglüht und das Spiel wandert auf den Durchgespielt-Stapel.

Daumen Runter

Mai 02

Es ist eine eigene Jahreszeit

Was jetzt begonnen hat ist die heiße Zeit der Preise. Drei Monate lang wird sich jetzt alles um die zwei großen Deutschen Preise drehen. Den gesamten Mai, Juni und Juli können alle für den Deutschen Spielepreis abstimmen im Selben Zeitraum gibt die Jury Spiel des Jahres im Mai ihre Nominierten, im Juni den blauen Preisträger und im Juli die anderen beiden bekannt. Es ist das Quartal des Jahres wo es um die Preise geht.

Das Andere ebenfalls in dieser Zeit ihre Preise suchen hat vielfältige Gründe. Der einfachste ist, das alle das erledigt haben wollen bevor die Sommerferien dafür sorgen, dass sich keiner für Brettspiele interessiert sondern nur noch für die vielen tollen Sachen die draußen bei tollem Wetter gemacht werden können. Für die Jury ist es natürlich auch wichtig den Verlagen die Zeit zu geben alles fürs Weihnachtsgeschäft vorzubereiten.

Die Preis-Zeit hat also angefangen.

Was für mich wichtig wäre, wäre noch die vielen Spiele zu spielen, die ich gerne einschätzen möchte. Logischerweise ist das auf Grund des immer größer werdenden Angebots fast unmöglich. Auch gerade, wenn ich bedenke wie viel Qualität ich in diesem Jahrgang schon gespielt habe. Nun habe ich nicht den Anspruch an mich alles zu spielen oder zu kennen. Dennoch habe ich Angst ein Spiel zu verpassen, das mir gefallen könnte. Nur habe ich die Ruhe weg, das auch noch kennenzulernen, wenn die aktuelle Zeit vorbei ist. Ich habe es vielleicht nicht irgendwo erwähnt, aber ich habe es dann immer noch gespielt.

Diesen Drang habe ich bei einigen Redakteuren anders erlebt. Sie müssen nicht alle Spiele sehr gut kennen. Es reicht ihnen jedes Spiel einmal gespielt zu haben um zu wissen was es auf dem Markt gibt. Sie fühlen die Mechaniken und wissen sofort einzelne Elemente zu schätzen. Manchmal macht es klick dabei und ein ungelöstes Problem bei einem eigenen Spiel löst sich in Wohlgefallen auf. Gerade die Treffen im Sauerland und in Oberhof werden gerne für so was genutzt.

Für die Redakteure ist diese Zeit im Vergleich zu Oktober eine ruhige Zeit. Noch ist Zeit das Spiel zu testen, die Grafiken zu überarbeiten und die Stellschrauben an dem Spiel anzusetzen, bevor es wieder eng wird. Alle fiebern mit aber nicht auf dieselbe Weise.

Natürlich muss ich das verbinden mit dem Aufruf auch abzustimmen: http://www.deutscherspielepreis.de

Apr. 30

Spiel des Monats April 2013

Es ist wundervoll, wenn ich am Ende des Monats ein Spiel wählen kann, welches man schon allein deswegen zum Spiel des Monats machen muss, weil kein anderes Spiel so oft auf den eignen Spieltisch kam. Im April gab es da in diesem Haushalt nun mal keinen anderen Kandidaten, der es mit diesem mithalten konnte.

Mein Preisträger im April ist Brügge

Brügge - Spiel des Monats April

Je öfter es gespielt wird desto facettenreicher erscheint das Spiel. Die Vielfalt der Charaktere und deren optimale Einsatz verbunden mit dem Quäntchen Glück, die Richtige Zahl auf dem richtigen Würfel zu finden, fordert immer wieder heraus. Verbunden mit der echt kurzen Spieldauer mag der Spaß nicht aufhören.

Hier der Link zum Originalartikel:
http://darkpact.tumblr.com/post/47369100335/bruegge

Partner-Codes zum Bestellen:
Dieses Spiel bei Spiele-Offensive.de kaufen
Dieses Spiel bei amazon.de kaufen